Archiv für die Kategorie ‘Leben’

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Was für zwischen die Kiemen

April 30, 2008

Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag. Einige hatten sich wohl schon gefreut, dass „der Typ endlich aufhört zu bloggen“ (Urheber möchte ungenannt bleiben), aber den Gefallen tu ich euch nicht :)
Einige eifrige Leser haben mir geschrieben, dass ich immer „so negativ“ schreiben würde. Erstens finde ich es klasse, dass es tatsächlich tapfere Menschen gibt, die diesen Blog regelmäßig lesen. Danke dafür. Und zweitens war es nie meine Intention irgendetwas übertrieben negativ darzustellen. Ich hoffe, dass ich nicht bei allen diesen Eindruck erweckt habe. Falls doch: was juckt es die Eiche, wenn sich der Eber dran kratzt? ;-)

Außerdem wollte ich am Wochenende einen durch und durch positiven Bericht verfassen. Leider musste ich mir aber ein kurzfristiges 48 Stunden Timeout nehmen, da ich durch den Genuss irgendeiner Köstlichkeit ans Bett (und an die Toilette) gefesselt wurde. Taktisch klug ging somit mein ganzes Wochenende für das Auskurieren einer mittelschweren Magenverstimmung drauf. War es also nicht weit her mit meinem in Skype großspurig angekündigten Partywochenende. Während sich meine Mitbewohner auf diversen Parties vergnügten, fieberte ich (nie war das Wort passender) daheim schweißgebadet und manchmal auch von Kälteschüben gebeutelt mit meinem FCK mit.
Lustigerweise sollte mein geplanter Eintrag von der großartigen indischen Küche handeln. 5 Tage später lobe ich sie trotzdem. Also, los geht’s.

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Von Fackeln und Filtertüten

April 20, 2008

Die Fackel ist seit einigen Tagen wieder weg, richtig gesehen hat sie ohnehin niemand. Und vermissen wird sie wohl auch niemand, denn die einzig bleibenden Erinnerungen an das ganze Bohei rund um das Event werden für den durchschnittlichen Bewohner Delhis die Staus sein, die aufgrund der Sperrung des Areals rund um die Fackelroute entstanden und die Stadt nahezu lahm legten.Am Ende dauerte der „Lauf“ eine halbe Stunde, umfasste 65 Läufer, wurde von 21.000 Securities (Polizei, Para-Militärs, Armee) gesichert und von 50 Schulkindern beklatscht. Dann standen natürlich noch die VIPs und die chinesischen Propagandamarionetten am Ende der Strecke, die hat allerdings nach meinem Kenntnisstand niemand gezählt. Read the rest of this entry ?

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U-Boot Rikshaws, Hinduzeremonien und Party

April 5, 2008

Taaadaaa, ich habe jetzt Internetzugang in meiner Bude. Dieser wurde von insgesamt 4 Mitarbeitern von Airtel verlegt. Um 10 Uhr kamen die ersten zwei (warum das ziemlich unangenehm war erfart ihr weiter unten) und verlegten Telefonkabel, um 1 Uhr kam dann jemand, der einfach nur ein Telefon eingestoepselt hat und darauf angerufen hat und um 4 Uhr kam dann schliesslich der Netzwerkguru und brachte den Router und die Zugangssoftware mit. Bloed nur, dass der Router keine Ahnung von Port Forwarding hat und der Mitarbeiter damit ueberhaupt nichts anfangen konnte. Naja, Hauptsache erstmal online.

Gestern haben wir endlich unsere Einweihungsparty geschmissen. Die Bilder sind auch schon online und hier zu finden.
Ca. 40 Leute fanden sich in unserem bescheidenen Heim ein und mal wieder war die franzoesische Diaspora in der Ueberzahl. Daher musste ich grob geschaetzt 20 Menschen erklaeren, dass wir in Deutschland nicht ueberall Wuerste essen (ausser vielleicht bei Uli Hoeness daheim) und, dass die Franzosen bei der EM abkacken werden. Unverstaendlicherweise wollten mir die meisten nicht glauben.
Zusaetzlich verirrten sich noch ein Australier (Alex, der in Hongkong fliessend deutsch gelernt hat, was wir aber erst nach 20 Minuten Konversation herausfanden), ein paar Spanier, Italiener, Schweizer und natuerlich Inder in unser trautes Heim. Gedauert hat der ganze Spass bis in den fruehen Morgen und unsere neuerworbene Anlage konnte unter Beweis stellen, dass sie in der Lage ist, den kompletten Block auch noch Nachts um 3 Uhr mit Dieter Thomas Kuhn Songs zu beschallen. Gut, unsere Nachbarn moegen uns jetzt sehr wahrscheinlich nicht mehr, aber das war den Spass wert. Read the rest of this entry ?

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Wetter

April 3, 2008

In den knapp vier Wochen die ich bislang hier bin hat irgendwas gefehlt. Vorgestern ist mir dann auch aufgefallen, was: Regen!

Um genau zu sein, hat es den kompletten Maerz (sagt die Hindustan Times) und auch den Januar/Februar (sagt der Buerokonsens) nicht geregnet. So konnte ich dann am Dienstag bzw. Mittwochmorgen mitverfolgen, was passiert, wenn es die halbe Nacht durchregnet.

Positiv faellt auf, dass die Stadt noch gruener (weil jetzt ohne Staub) erscheint, als sie es ohnehin schon ist. Vor meiner Ankunft haette ich nicht gedacht, soviel Gruen in Form von Wiesen, Baumen und Parks zu sehen. Mit Ausnahme von Old Delhi findet man diese fast ueberall in der Stadt (wobei ich dazu sagen muss, dass ich mich zu 90% im Suedteil der Stadt bewege).
Ebenfalls positiv: es ist kalt!
Also kalt im Sinne von „tagsueber nicht ueber 35 Grad“. Heute und morgen entspannte 32 oder 33 Grad (ich habe die Taste fuer das Grad Celsius Symbol immer noch nicht gefunden), am Wochenende wird’s dann dann Zeit fuer die Winterklamotten: nur 28 Grad werden vorhergesagt. Optimal fuer meine geplante Tour zum Taj Mahal nach Agra. Ausserdem kann ich bei der Kaelte meinen FCK Schal auf der Strasse zur Schau tragen (ich kenne mittlerweile alle Sprueche ueber wahrscheinliche Drittligisten, die koennt ihr euch also alle sparen).

Eher unangenehm ist es wahrend und nach dem Regen auf Delhis Strassen. Da kann es schon mal vorkommen, dass man laengere Zeit durch knoecheltiefes Wasser faehrt. Eigentlich kein Problem, nur sieht man dann auch die ganzen Schlagloecher nicht mehr und das kann uebel ausgehen. Ausserdem sollte man sich als Fussgaenger zweimal ueberlegen, ob man an groesseren Strassen entlang laufen, oder ob man doch lieber ohne Spritzwasserdusche am Ziel ankommen will. Wenn der Monsun in Nordindien anrueckt, wird es hier wohl noch eine ganze Ecke heftiger, was die Wasserpegel auf den Strassen betrifft. Naehere Informationen ueber Delhis Kanalisation konnte ich noch nicht einholen, aber der einhellige Tenor wahrend des Mittagessens war, dass die Kanalisation auf jeden Fall nicht ansatzweise in der Lage ist mit dem Monsunregen umzugehen.

Da es bislang nur in der Nacht geregnet hat, trocknen die Strassen und damit auch der ganze Sand und Staub tagsueber wieder recht schnell. Da es hier keine Stadtreinigung gibt, behilft man sich damit, dass man den ganzen Schmodder auf und neben den Strassen morgens zusammenkehrt und liegenlaesst oder teilweise verbrennt (groesstenteils Blaetter). Da Sand vor allen Dingen die Eigenschaft hat recht leicht zu sein, sollte man die Mischung aus heftigem Wind + Sand/Staub tunlichst vermeiden. Hat auch bis gestern Abend gut geklappt, dann rauschten starke Boeen ueber Delhi (oder zumindest ueber Lajpat Nagar wo ich wohne). Knapp 10 Minuten lief ich durch den Mix aus Staub/Sand/Zeitungspapier und als ich heimkam fuehlte ich mich wie nach einem ausgiebigen Strandbesuch (nur mit weniger Sonnenbrand).
Naja, shit happens. Jetzt geniesse ich erstmal die erfrischende Kuehle und stelle die Klimaanlage aus.

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Frohe Ostern & Happy Holi!

März 20, 2008

Wie es sich fuer eine deutsche Stiftung gehoert, habe ich Karfreitag und Ostermontag frei. Da ich in der neuen Wohnung, in die ich heute umziehe noch kein Internet habe, werde ich wohl erst wieder am Dienstag etwas online stellen. Daher schonmal an alle: Frohe Ostern!

Zusaetzlich wird am Samstag noch Holi in Delhi gefeiert wird und wie ich das mitbekommen habe, gehe ich mit meinem neuen Mitbewohner (Remy aus la France) auf irgendeine Party. Und wehe da gibts kein gescheites Bier!