…sind online.
Ist denke ich ne klare Ansage.
Klick mich.

…sind online.
Ist denke ich ne klare Ansage.
Klick mich.

Langsam endet mein Praktikantenleben. Am Freitag werde ich zum letzten Mal im Buero aufschlagen und sehr wahrscheinlich muss ich dann auch meinen Schreibtisch aufraumen. Davor graut es mir bereits. Ich will gar nicht wissen, wie viele Unterlagen ich finde bei deren Betrachtung ich mich daran erinnere, dass ich damit doch unbedingt etwas machen wollte…
Aber kein Grund wehmuetig zu werden. Denn wie der grosse weise Philosoph Dragoslav S. schon sagte: Lebbe geht weida! Vielen Dank dafuer an den wandelnden Oberlippenbart und mittlerweile nicht mehr „legendaersten“ TuS Koblenz Manager. Den Titel haelt nun wohl ein gewisser Herr Glaesner aus einer Stadt an der Mosel, deren Name zu vernachlaessigen ist. Aber ich schweife ab…
Sonntag Nacht kommt Kollege Sascha aus dem schoensten Dorf der Welt eingeschwebt und nach einem bestimmt enorm abwechslungsreichen Aufenthalt im Indira Gandhi Domestic Airport geht es weiter nach Ladakh, genauer nach Leh. Das ist uebrigens mitten im Himalaya und ich freue mich schon auf die Akklimatisierung und die damit verbundenen Kopfschmerzen. Vorsorglich habe ich mich heute mit einer Jahresration Paracetamol eingedeckt und mittlerweile kann ich das Altitude Tutorial der International Society for Mountain Medecine zu jeder Tages- und Nachtzeit runterbeten.
Theoretisch habe ich also wie immer alles unter Kontrolle, die Praxis wird dann allerdings wohl auch wie immer etwas holprig.
15 Grad hat es momentan in und um Leh, was mich zu Freudenspruengen veranlassen wuerde, wenn ich danach nicht nassgeschwitzt waere. 2 Wochen lang geht es mit Sack und Pack, Eseln und Jeeps durch die Berge. Fur einen Flachlandrheinlaender wie mich garantiert atemberaubend (eine grandiose Doppeldeutigkeit meiner Meinung nach…).
Was gab es sonst die letzten Tage?
- Ich wurde zum ersten Mal nach dem Weg gefragt! Und tatsaechlich konnte ich die Frage nach dem Weg zum Fitnessstudio ohne Probleme beantworten. Doof nur, dass mir eine Minute spaeter einfiel, dass ich eine Abzweigung falsch beschrieben habe. Aber es war schliesslich 8 Uhr morgens (!), da kann man von mir einfach keine geistigen Hoechstleistungen erwarten.
- Die Daredevils haben (mal wieder) verloren. Diesmal gegen Jaipur. Ich bringe scheinbar keinem Team wirklich Glueck.

Die Tage mal wieder as gelernt.
Praktische Tipps fuer die verkehrsgerechte Fuehrung einer Autorikshaw die Erste
Ich habe mir Delhis groesste Shoppingmall (Select City Walk) von innen angeschaut und stand nach diesem Besuch mit einigen Tueten bepackt an der Strasse und wartete auf eine Rikshaw. Ungluecklicherweise ging dann ein Gewitter los und ich schaute ziemlich daemlich aus der Waesche bis mich endlich ein Fahrer mitnehmen wollte. Die Rikshaw war total versifft und aufrgrund fehlender Scheinwerfer eher ungeeignet fuer den Abendverkehr, aber das war immer noch besser als im Gewitter rumzustehen. Zudem habe ich schrecklich ueberbezahlt, aber meine Verhandlungsposition war auch eher suboptimal an diesem Abend.
Also sass ich schonmal leicht angesauert auf dem Ruecksitz und meine Stimmung besserte sich auch nicht dadurch auf, dass ich von rechts und links staendig Regen und Spritzwasser ueberbekam. Zu allem Ueberfluss hatte die Rikshaw keinen Scheibenwischer, was den Fahrer dazu noetigte alle 2 Minuten links (jaja, immer noch Linksverkehr hier) ranzufahren und die Scheibe notduerftig mit einem Lappen abzuwischen. Beim gefuehlten 42. Stop dreht sich der Fahrer ploetzlich um und fragt nach einer Zigarette. In dem Augenblick war ich kurz davor die Frage zu stellen, ob der Typ noch ganz sauber in der Birne ist. Nicht genug, dass wir seit 45 Minuten durch die Strassen eiern und ich mit meinen ganzen Tueten ziemlich nass auf dem Ruecksitz hocke, nein, jetzt will der Kerl auch noch eine qualmen!
Mein Gemuetszustand war scheinbar so offensichtlich, dass der Fahrer sofort nachsetzte und mir zu verstehen gab, dass er die Zigarette nicht zum Konsum brauche. An dem Punkt war ich dann ganz Ohr und gab eine meiner Wills Navy Cut (ist das jetzt verbotene Tabakwerbung innerhalb der EU?) ab.
Das nun folgende hielt ich fuer ziemlichen Bloedsinn, aber es sollte sich herausstellen, dass ich einfach keine Ahnung habe. Der Fahrer verteilte den Tabak ueber die Scheibe und fuhr weiter. Das Ergebnis war, dass sich keine Tropfen mehr auf der Scheibe bildeten, sondern der Regen ziemlich gut ablief und wir somit nicht mehr anhalten mussten. Da sage nochmal jemand, dass Rauchen unnuetz sei.
Was ich sonst noch gelernt habe:
- Sikhs sind von der Helmpflicht beim Motorradfahren befreit. Wobei sich damit eine gute Geschaeftsgelegenheit verabschiedet: die Herstellung und der Vertrieb von Helmen in Uebergroesse, damit sie ueber die Turbane der Sikhs passen.
- Youtube hat jetzt eine indische Seite. Warum ist mir vorher noch nicht eingefallen ein paar Youtube Links mit Aufnahmen aus Delhi zu posten. Hier ist einer und mit dem Suchbegriff „Delhi“ foerdert man eine Menge anderer hervor.
- Mein (aufgezwungenes) „Lieblingsteam“ in der Indian Premier League (Cricket), die Delhi Daredevils, hat gestern gegen die Chennai Super Kings verloren. Pff, die Lutscher aus Suedindien!
Ich kenne die Regeln dieses Spiels immer noch nicht und verfolge die Ergebnisse auch nur um beim Mittags-Smalltalk ab und an etwas beitragen zu koennen. Aber eins weiss ich auf jeden Fall: ALLES AUSSER DELHI IST SCHEISSE!!! ![]()
Ob man hier auch Stadionverbot bekommt, wenn man ein paar Bengalos zuendet? Und gibt es Ultras beim Cricket? Das muss ich auf jeden Fall die Tage mal klaeren.

Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag. Einige hatten sich wohl schon gefreut, dass „der Typ endlich aufhört zu bloggen“ (Urheber möchte ungenannt bleiben), aber den Gefallen tu ich euch nicht ![]()
Einige eifrige Leser haben mir geschrieben, dass ich immer „so negativ“ schreiben würde. Erstens finde ich es klasse, dass es tatsächlich tapfere Menschen gibt, die diesen Blog regelmäßig lesen. Danke dafür. Und zweitens war es nie meine Intention irgendetwas übertrieben negativ darzustellen. Ich hoffe, dass ich nicht bei allen diesen Eindruck erweckt habe. Falls doch: was juckt es die Eiche, wenn sich der Eber dran kratzt?
Außerdem wollte ich am Wochenende einen durch und durch positiven Bericht verfassen. Leider musste ich mir aber ein kurzfristiges 48 Stunden Timeout nehmen, da ich durch den Genuss irgendeiner Köstlichkeit ans Bett (und an die Toilette) gefesselt wurde. Taktisch klug ging somit mein ganzes Wochenende für das Auskurieren einer mittelschweren Magenverstimmung drauf. War es also nicht weit her mit meinem in Skype großspurig angekündigten Partywochenende. Während sich meine Mitbewohner auf diversen Parties vergnügten, fieberte ich (nie war das Wort passender) daheim schweißgebadet und manchmal auch von Kälteschüben gebeutelt mit meinem FCK mit.
Lustigerweise sollte mein geplanter Eintrag von der großartigen indischen Küche handeln. 5 Tage später lobe ich sie trotzdem. Also, los geht’s.

Ein paar kleine Bemerkungen und Anekdoten, bevor ich mich ins Wochenende verabschiede.
- die dekadenteste Wasserverschwendung gibt es wohl im Thank God its Friday (Bar) zu bestaunen: die Pissoirs sind bis oben hin mit Eiswuerfeln gefuellt!
- ich laufe auf Treppen immer in andere Menschen; aus Gewohnheit weiche ich naemlich nach rechts aus, Inder aber nach links (Linksverkehr!)
- im Imperial Hotel gibt es den besten Kaffee, den ich bislang hier getrunken habe (bevor jemand „Bonze“ bruellt, ich war da nur auf einer Veranstaltung)
- einer unserer Fahrer hat es heute geschafft mit 100km/h durch Delhi zu preschen, FETTEN Respekt!
- derselbe Fahrer hat beim Schild mit der Aufschrift „speed thrills but kills“ (in etwa wie die grossen Anti-Raser Plakate auf deutschen Autobahnen) nur gelacht und gesagt, er war zu schnell um den Rest lesen zu koennen ![]()
- ich habe Erdinger entdeckt!!!

Ganz kurz, weil Feierabend und keine Zeit: die ersten Bilder sind online.

Das Wichtigste zuerst: der FCK hat trotz (oder wegen?) meiner Abwesenheit gegen die Plastiktruppe aus Wehen gewonnen. Das laesst trotz eklatanter Heimschwaeche darauf hoffen, dass naechste Woche Offenbach („Eure Eltern gehn zur SGE!!“) irgendwie geschlagen werden kann. ![]()
Im Uebrigen verwehre ich mich gegen Anschuldigungen, ich wuerde unter die Guertellinie gehende Hasstiraden im Stadion ablassen. Wenn, dann gehen die nur gegen den Gegner
Und wenn ich Marcel Ziemer desoefteren lieber zum Weight Watchers Seminar wuensche oder Sven Mueller empfehle einen Begleitservice zu eroeffnen anstatt richtig in einen Zweikampf zu gehen, dann ist das nur zur Motivation gedacht. Read the rest of this entry ?

In Zeiten des Internets kann mittlerweile jeder an (fast) jedem Platz online gehen und ueber total belanglose Dinge schreiben. Und genau das mache ich ab jetzt in regelmaessiger Form auch hier.
Wobei ich immer noch der festen Ueberzeugung bin, dass dieser „Blog“ (ich wills eigentlich gar nicht so nennen) tatsaechlich den einen oder anderen interessieren koennte.
Also leg’ ich einfach mal los:
Los ging’s am Dienstag von Frankfurt nonstop nach Delhi. Fluege bei Dunkelheit sind recht uninteressant, daher gibt es nicht besonderes zu berichten. Nach der Landung kam dann auch irgendwann mein Gepaeck uebers Rollband und sogar der Abholservice des Hotels war vor Ort. Im Hotel werde ich zwar als „Mister Ruben“ gefuehrt (nach mehrmaligem Erwaehnen, dass das eigentlich mein Vorname ist, sich das aber niemand gemerkt hat, wars mir auch egal), aber der Fahrer hat mir dann doch irgendwann geglaubt, dass ich die Person bin, die er sucht.
Darauf gab es eine Probe des indischen Strassenverkehrs: entweder war der Fahrer lebensmuede oder er trainierte fuer seine Rennlizenz. Allein auf dem Parkplatz wurde mehrmals die Hupe bemueht (irgendwann zaehlte ich nicht mehr mit), auf der Strasse war es dann ein Mix aus Hupen und Lichthupe mit willkuerlichen Wechseln der Strassenseite um Motorraeder und Rikshaws zu ueberholen. In Deutschland haette die 15-minuetige Fahrt gereicht um den Fahrer wegen mehrmaliger Noetigung im Strassenverkehr den Fuehrerschein abzunehmen. Andererseits weiss ich gar nicht, ob er ueberhaupt einen bestitzt…
Das mit dem Hupen ist so eine Sache: mittlerweile glaube ich, dass das Hupen dem verkehrstuechtigen Inder dermassen in Fleisch und Blut uebergegangen ist, dass er sogar hupen wuerde, wenn weit und breit niemand auf der Strasse waere. Ist ein wenig wie bei Fussballern, die reflexhaft den Arm hochreissen um zu zeigen, dass der/die Einwurf/Ecke fuer sie ist, auch wenn sie den Ball eigenfuessig volles Rohr in die Tribuene gebolzt haben.