Archiv für März 2008

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Ein paar quick bits fuers Wochenende

März 28, 2008

Ein paar kleine Bemerkungen und Anekdoten, bevor ich mich ins Wochenende verabschiede.

- die dekadenteste Wasserverschwendung gibt es wohl im Thank God its Friday (Bar) zu bestaunen: die Pissoirs sind bis oben hin mit Eiswuerfeln gefuellt!
- ich laufe auf Treppen immer in andere Menschen; aus Gewohnheit weiche ich naemlich nach rechts aus, Inder aber nach links (Linksverkehr!)
-  im Imperial Hotel gibt es den besten Kaffee, den ich bislang hier getrunken habe (bevor jemand „Bonze“ bruellt, ich war da nur auf einer Veranstaltung)
- einer unserer Fahrer hat es heute geschafft mit 100km/h durch Delhi zu preschen, FETTEN Respekt!
- derselbe Fahrer hat beim Schild mit der Aufschrift „speed thrills but kills“ (in etwa wie die grossen Anti-Raser Plakate auf deutschen Autobahnen) nur gelacht und gesagt, er war zu schnell um den Rest lesen zu koennen :D
- ich habe Erdinger entdeckt!!!

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Der taegliche Wahnsinn – Verkehr in Delhi

März 27, 2008

Die gute Nachricht vorweg: in Delhi fahren die ca. 100000 Rikshaws + die staedtischen Taxis und Busse mit Gas.
Die schlechte Nachricht gleich im Anschluss: das hilft nicht!

Okay, wuerden die staedtischen Transportmittel wie frueher noch mit Diesel fahren, waere man im taeglichen Verkehr noch aermer dran. Aber auch so ist Delhi laut Wikipedia die Stadt mit der zweitgroessten Luftverschmutzung weltweit (die Krone geht in diesem Contest an Kairo). Und diese Verschmutzung merkt man auch.Die ersten paar Tage hatte ich permanent rote Augen, wobei sich die Augen zum Glueck recht schnell an die neue Umgebung gewoehnen sonst wuerde ich immer noch wie ein Zombie im Rausch aussehen.
Bei einer Stadt mit mehreren Millionen Einwohnern kann man natuerlich nicht erwarten, dass der Verkehr so reibungslos lauft wie in Ochtendung, allerdings kommen hier einige Faktoren erschwerend hinzu.
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Happy Holi!

März 26, 2008

Holi, das Fest der Farben, wurde wie erwaehnt am letzten Wochenende begangen (dieses Jahr zufaellig gleichzeitig mit Ostern). Am ersten Tag werde Feuer entzuendet um an das Verbrennen der Daemonin Holika zu erinnern. Spassig wird die Sache dann am zweiten Tag: man bewirft und beschmiert sich mit Farben, uebergiesst sich mit Wasser und startet Wasserschlachten mit Wasserbomben und -kanonen. Dabei ist es egal, welcher Kaste oder Klasse man angehoert, fuer einen Tag verschwinden hier (fast) alle Grenzen.
Schon in der Woche vor Holi sieht man an jeder Ecke kleine Shops, die von der Miniwasserpistole bis zur Kanone Marke „Super Soaker Gold Platin Deluxe 3000″ mit integrierter Abschussfunktion fuer Wasserbomben alles verkaufen, womit man gezielt Wasser auf Menschen schiessen/werfen kann. Zusaetzlich gibt es ueberall Farben zu kaufen, die man entweder im Wasser loesen oder einfach so auf andere Leute schmieren kann. Wobei man da etwas vorsichtig sein sollte, sind die meisten Farben doch kleine Chemiebomben, die zu fiesen Reaktionen mit der Haut fuehren koennen. Ich gehe mal davon aus, dass an den Tagen nach Holi jeder Dermatologe den Umsatz des Jahres macht.
Wie man es von frueher kennt, koennen Kinder natuerlich nicht bis zum eigentlichen Fest warten, sondern muessen die frisch erworbenen Produkte sofort austesten. Read the rest of this entry ?

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Mal die andere Richtung…

März 20, 2008

Oha, den Text hatte ich noch zwischengespeichert…

Normalerweise hoert man nur davon, dass mal wieder irgendwelche IT- oder Callcenter Jobs nach Indien outgesourct wurden. Das aergert dann, wenn es die Callcenter betrifft, meistens die Amerikaner die nach dem Waehlen von 1-800 eine Hinglish (Hindu-Englisch) Stimme hoeren, die einen fest vorgegebenen Text vom Blatt liest. Die indischen Softwaregurus wie Wipro oder Infosys rekrutieren dagegen meist weltweit und schicken ihre Mitarbeiter in eigens dafuer gebaute Mini-Staedte in Bangalore und Co.
Das die Richtung aber auch umgedreht werden kann, zeigt gerade Tata. Die kennt man in Europa in neuerer Zeit wegen des billigsten Autos der Welt, dem Tata Nano. Ansonsten baut Tata auch noch LKW, ist fuenftgroesster Stahlhersteller weltweit und ist auch noch in der Telekommunikationsbranche taetig. Erstaunlich an Tata ist, dass die Firma seit jeher in Familienbesitz ist und von den Tata’s selbst geleitet wird.
Die Firma hat in Ohio eine Niederlassung errichtet und beschert den dortigen Anwohnern bis zu 1000 neue Arbeitsplaetze. Tatsaechlich wandern Arbeitsplaetze also nicht nur von der westlichen Hemisphaere in die Entwicklungslaender sondern ab und an gehts auch andersrum.

Grosses Thema in den indischen Medien ist momentan das hiesige Schulsystem, welches laut neuester Statistik zu knapp 6000 (!) Suiziden in 2006 fuehrte. Bemaengelt wird vor allem, dass nur stupide auswendig gelernt wird und, dass der zu behaltende Stoff die meisten Schueler und auch Eltern schlicht ueberfordert und Schueler daher fuerchten, entweder die Examen nicht zu bestehen oder die Kriterien fuer Unis und diverse Hochschulen nicht zu erfuellen.
Allerdings befuerchten Kommenatatoren, dass es Jahre dauern wird, bis sich in diesem Bereich Besserungen einstellen werden.
Da freut man sich doch glatt, dass man hier nicht zur Schule gehen muss, sondern sein Abi oder sonstigen Abschluss in Deutschland recht locker erwerben zu koennen.

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Frohe Ostern & Happy Holi!

März 20, 2008

Wie es sich fuer eine deutsche Stiftung gehoert, habe ich Karfreitag und Ostermontag frei. Da ich in der neuen Wohnung, in die ich heute umziehe noch kein Internet habe, werde ich wohl erst wieder am Dienstag etwas online stellen. Daher schonmal an alle: Frohe Ostern!

Zusaetzlich wird am Samstag noch Holi in Delhi gefeiert wird und wie ich das mitbekommen habe, gehe ich mit meinem neuen Mitbewohner (Remy aus la France) auf irgendeine Party. Und wehe da gibts kein gescheites Bier!

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Bilder online

März 18, 2008

Ganz kurz, weil Feierabend und keine Zeit: die ersten Bilder sind online.

Klick mich!

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Musharrafs neuer Nebenjob & Kuehe schubsen

März 16, 2008

Das Wichtigste zuerst: der FCK hat trotz (oder wegen?) meiner Abwesenheit gegen die Plastiktruppe aus Wehen gewonnen. Das laesst trotz eklatanter Heimschwaeche darauf hoffen, dass naechste Woche Offenbach („Eure Eltern gehn zur SGE!!“) irgendwie geschlagen werden kann.
Im Uebrigen verwehre ich mich gegen Anschuldigungen, ich wuerde unter die Guertellinie gehende Hasstiraden im Stadion ablassen. Wenn, dann gehen die nur gegen den Gegner :) Und wenn ich Marcel Ziemer desoefteren lieber zum Weight Watchers Seminar wuensche oder Sven Mueller empfehle einen Begleitservice zu eroeffnen anstatt richtig in einen Zweikampf zu gehen, dann ist das nur zur Motivation gedacht. Read the rest of this entry ?

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Krankheit: Reiseblog

März 6, 2008

In Zeiten des Internets kann mittlerweile jeder an (fast) jedem Platz online gehen und ueber total belanglose Dinge schreiben. Und genau das mache ich ab jetzt in regelmaessiger Form auch hier.
Wobei ich immer noch der festen Ueberzeugung bin, dass dieser „Blog“ (ich wills eigentlich gar nicht so nennen) tatsaechlich den einen oder anderen interessieren koennte.
Also leg’ ich einfach mal los:

Los ging’s am Dienstag von Frankfurt nonstop nach Delhi. Fluege bei Dunkelheit sind recht uninteressant, daher gibt es nicht besonderes zu berichten. Nach der Landung kam dann auch irgendwann mein Gepaeck uebers Rollband und sogar der Abholservice des Hotels war vor Ort. Im Hotel werde ich zwar als „Mister Ruben“ gefuehrt (nach mehrmaligem Erwaehnen, dass das eigentlich mein Vorname ist, sich das aber niemand gemerkt hat, wars mir auch egal), aber der Fahrer hat mir dann doch irgendwann geglaubt, dass ich die Person bin, die er sucht.
Darauf gab es eine Probe des indischen Strassenverkehrs: entweder war der Fahrer lebensmuede oder er trainierte fuer seine Rennlizenz. Allein auf dem Parkplatz wurde mehrmals die Hupe bemueht (irgendwann zaehlte ich nicht mehr mit), auf der Strasse war es dann ein Mix aus Hupen und Lichthupe mit willkuerlichen Wechseln der Strassenseite um Motorraeder und Rikshaws zu ueberholen. In Deutschland haette die 15-minuetige Fahrt gereicht um den Fahrer wegen mehrmaliger Noetigung im Strassenverkehr den Fuehrerschein abzunehmen. Andererseits weiss ich gar nicht, ob er ueberhaupt einen bestitzt…
Das mit dem Hupen ist so eine Sache: mittlerweile glaube ich, dass das Hupen dem verkehrstuechtigen Inder dermassen in Fleisch und Blut uebergegangen ist, dass er sogar hupen wuerde, wenn weit und breit niemand auf der Strasse waere. Ist ein wenig wie bei Fussballern, die reflexhaft den Arm hochreissen um zu zeigen, dass der/die Einwurf/Ecke fuer sie ist, auch wenn sie den Ball eigenfuessig volles Rohr in die Tribuene gebolzt haben.

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